#Crowdinvesting in Deutschland ist weiterhin schwierig.

Vorhandene Crowdinvesting Plattformen zur Finanzierung von #Startups haben es in Deutschland immer noch sehr schwer, den entscheidenden Erfolg zu erreichen, um nachhaltig am Markt existieren zu können. Bei einem durchschnittlichen Finanzierungsbedarf von 24 Milliarden Euro für die derzeit vorhandenen rund 60.000 Startups in Deutschland ist man mit dem seit 2011 über Crowdinvesting realisierten Finanzierungsvolumen in Startups von noch nicht einmal 50 Millionen Euros weit weit weg vom Finanzierungsbedarf unserer Startups. Die Allgemeinheit in Deutschland ist für diese Finanzierungsform nicht affin genug und die hohen Fixkosten der Plattformbetreiber können kaum durch die Provisionen gedeckt werden. Senkt man die Fixkosten bei den Plattformen, geht das auf Kosten der eh schon zweifelhaften Qualität und spätestens beim Scheitern eines über die Plattform finanzierten Startups fällt dies auf die Plattform zurück. Hinzu kommt der Umstand, dass die Crowdinvesting Plattformen nicht – wie beim Crowdlending – von dem sogenannten Skalierungseffekt profitieren können. Crowdinvesting Plattformen sind hinsichtlich des Workflows nur beschränkt skalierbar. Zu guter Letzt werden die Startups in Deutschland von der Wirtschaftspolitik nicht in dem erforderlichen Maß gefördert.

Also befindet sich die Startup Szene in Deutschland aufgrund der vielschichtigen negativen Einflußfaktoren in einem Teufelskreis.

Nicht ohne Grund drehen einige Plattformen bei und finanzieren nunmehr Immobilien. Hier stimmt das Risiko und den Bearbeitungsaufwand übernehmen die Inititaoren und Bauträger. Bei dem Millionenvolumen spielen solche Kosten dann eine untergeordnete Rolle. Das Kapital der Crowdinvestoren ist bei solchen Finanzierungen auch nur eine Teil einer Gesamtfinanzierung, die im wesentlichen aus Bankkrediten besteht.

Dr. Schenk 31.01.2016