Deutschland gehört aus unserer Sicht zu den schlechtesten Gründerländern unter den Industrienationen und wird sich mit dieser Gründerpolitik daher langfrisitg volkswirtschaftlich schaden.

In Deutschland gibt es derzeit rund 60.000 Startups, die allesamt einen Kapitalbedarf von 24 Mrd. Euro haben. In Deutschland gibt es aber weder genug Risikokapital zur Deckung dieses immensen Kapitalbedarfs, noch eine umfassende Förderpolitik des Staates. Hinzu kommen die Aversion der Banken bei der Finanzierung von Startups , eine staatliche Überregulierung und ein verkrustetes Steuersystem. Last but not least sind die meisten #Crowdfunding Plattformen in Deutschland weder organisatorisch noch fachlich dazu in der Lage, ausreichend Finanzierungen zu Gunsten von Startups zu stemmen, geschweige denn eine signifikante Finanzierungskraft zu entwickeln.

In den USA machen ehemalige Startups mittlerweile rund 21% des Bruttoinlandsproduktes aus. In Deutschland liegen wir noch nicht einmal bei rund 2%.

Jungen Gründern kann man nur ans Herz legen, wenn sie eine großartige unternehmerische Idee haben sollten, diese im Ausland zu realisieren. Das ist womöglich langfristig der bessere Weg. Wer in Deutschland bleibt, sollte sich einem kompetenten Beraternetzwerk anvertrauen, das auch Zugang zu Kapital hat. Wie wäre es mit einem Startupsfonds in Höhe von 1 Mrd. Euro, der nur mit Kapital erfolgreicher Unternehmen aus verschiedenen Branchen gespeist wird, oder einer MEGA Stiftung? Das wäre dann praktiziertes CSR Corporate Social Responsibility.

(01/02/2016 DRS)